Die Erasmus Schule Frankfurt gründet zum neuen Schuljahr ein neues privates G9-Gymnasium

Frankfurt, 14. Januar 2016 – In diesem Sommer feiert die Erasmus Schule Frankfurt ihr 10-jähriges Bestehen. Pünktlich zum Jubiläum darf sich die private Grundschule nun auch über eine Erweiterung freuen, und das seit mittlerweile zehn Jahren erfolgreiche trilinguale (deutsch, englisch, spanisch), ganztägige und reformpädagogische Konzept wird ab dem Schuljahr 2016/ 2017 dann auch für die Sekundarstufe weitergeführt. Möglich wird dies nun schneller als gedacht durch die 100%ige Übernahme der ins Schlingern geratenen Mundanis Frankfurter Stadtschule durch den Arbeiter Samariter Bund (ASB), Landesverband Hessen e.V. im vergangenen Sommer von der SRH-Stiftung, die bis dato die Mundanis Schule verantwortete.

Bei einer Pressekonferenz stellten Arno Brandscheid, unter anderem Geschäftsführer des ASB Landesverbands Hessen e.V., sowie der Erasmus Grundschule, der Mundanis Frankfurter Stadtschule und des neuen Erasmus Gymnasiums, Matthew Bonnici, Schulleiter der Erasmus Grundschule und Yvonne Israel, Schulleiterin der ASB Mundanis Frankfurter Stadtschule, das Konzept des neuen privaten Erasmus Gymnasiums vor. Der Name „Mundanis“ werde im Laufe des Jahres aus der Frankfurter Schullandschaft verschwinden, die neue Schule firmiere dann als „ASB Erasmus Frankfurter Stadtschule“ und unterteile sich in die Grundschule sowie die neu entstehende Sekundarstufe.

Dadurch, dass die Mundanis Schule bereits über ein staatlich genehmigtes Gymnasium nach dem Hessischen Schulgesetz verfüge, sei es für das kommende Schuljahr möglich, mit dem Erasmus Gymnasium an den Frankfurter Schulmarkt zu gehen. Auch die zusätzlich gewonnenen Schulräume der ehemaligen Mundanis Schule seien dabei förderlich, „denn dadurch haben wir den für die Erweiterung der Grundschule so dringend benötigten Raum gewonnen“, unterstrich der ASB-Geschäftsführer.

„Wir gründen das Gymnasium mit aller gebotenen Ernsthaftigkeit und sind uns der Verantwortung absolut bewusst“, betonte Arno Brandscheid. Die neue Frankfurter Privatschule biete in sehr zentraler Lage ein pädagogisch anspruchsvolles, international ausgerichtetes und attraktives Ganztagesangebot: „Unsere Schülerinnen und Schüler werden auch im Gymnasium gemäß der Philosophie unseres Namensgebers, Erasmus von Rotterdam, zu weltoffenen, toleranten, eigenständigen Menschen ausgebildet und stehen immer im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten“, so Brandscheid. Übrigens werde man nicht nur eine Sekundarstufe einrichten, sondern auch die bisherige Erasmus Grundschule werde in diesem Sommer erstmals mit fünf, wenn nicht gar mit sechs ersten Klassen ins neue Schuljahr starten, statt wie bisher nur mit zweien, teilte Brandscheid mit. „Die Nachfrage der Eltern in Frankfurt am Erasmus Konzept ist immens!“, freute er sich.

Ohne das Schulgebäude der bisherigen Mundanis Frankfurter Stadtschule wäre es bei der doch sehr angespannten Lage auf dem Frankfurter Immobilienmarkt nur mit erheblichen finanziellen Anstrengungen möglich gewesen, ein geeignetes Domizil in Innenstadt naher Lage für die nun erweiterte Erasmus Schule zu finden. Langfristig hege man jedoch den Wunsch, beide Schultypen unter einem Dach zu vereinen. „So wie es aussieht, ist uns auch dies gelungen“, berichtete Arno Brandscheid, der nach eignen Angaben „richtiggehend Gefallen“ daran gefunden habe, „Lösungen auch für die scheinbar schwierigsten Aufgaben zu finden“. Nähere Informationen zum Standort der neuen Schule werde man bereits in naher Zukunft kommunizieren. Doch erstmal sei der Standort nicht das Problem, schließlich habe man für die Räumlichkeiten in der Voltastraße einen Mietvertrag bis Mitte 2017. Und bis dahin sei dies auch die Adresse des Erasmus Gymnasiums.

Das neue G9-Gymnasium wird zum Schuljahr 2016/2017 zunächst mit zwei fünften Klassen an den Start gehen. „Wir wollen gesund von unten, organisch und aus eigener Kraft wachsen“, erklärte der Schulleiter der Erasmus Grundschule, Matthew Bonnici. Das sei ein wesentlicher Unterschied zum einstigen Vorgehen der Mundanis Schule, die gleichzeitig verschiedene Klassen eröffnete. Daher auch die Erweiterung der Grundschule, aus deren Viertklässlern man dann die neuen Gymnasiasten rekrutieren wolle. Selbstverständlich stehe das neue Erasmus Gymnasium später dann auch allen anderen Schülern offen. Angst vor der Dreisprachigkeit müsse niemand haben, betonten die beiden Schulleiter, Matthew Bonnici und Yvonne Israel. Das Erasmus Konzept lebe schon immer von der Heterogenität. „Wir erwarten nicht, dass unsere Schüler Englisch und Spanisch auf Muttersprachen-Niveau sprechen. Vielmehr holen wir durch unsere Unterrichtselemente jedes Kind dort ab, wo es gerade steht“, so der Schulleiter der Erasmus Grundschule. Hier sei dies übrigens seit zehn Jahren erprobte und funktionierende Realität. Seine Kollegin unterstrich, dass es am neuen Erasmus Gymnasium ohnehin bis zur siebten Klasse eine „Orientierungsphase“ für die Schüler gebe, im Verlauf derer man sich gemeinsam auf ein sprachliches Niveau hin entwickele. Die zahlreichen AGs in den Fremdsprachen sowie die Sprachwerkstätten und diverse Aktivitäten unterstützten dies.

Voraussetzung für einen Schulplatz am neuen Gymnasium ist nicht nur die gymnasiale Empfehlung der Grundschule, sowie die grundsätzliche Eignung des jeweiligen Schülers, sondern auch das Durchlaufen eines eigenen Test- und Auswahlverfahrens. Angestrebt Abschlüsse am neuen privaten G9-Gymnasium sind das deutsche Abitur, der international anerkannte Sekundarabschluss IGCSE sowie die Fachhochschulreife. Weitere, auch internationale Abschlüsse seien nicht ausgeschlossen. Im Zentrum des reformpädagogischen Konzepts stehen das selbstbestimmte, ganzheitliche Lernen, die Mehrsprachigkeit und die gelebte Dreisprachigkeit, wobei Englisch und Spanisch ab der fünften Klasse in gleicher Stundenanzahl als Fremdsprachen gelehrt, gleichzeitig aber auch als Unterrichtssprachen in den Fächern Erdkunde (Englisch), Sport (Spanisch), Biologie und Politikwissenschaft (bilingual Deutsch/ Englisch) oder Kund und Musik (bilingual Deutsch/ Spanisch) zum Einsatz kommen. Ebenfalls im Fokus steht das so genannte „Fächervernetzte Lernen“, das thematisch strukturiert, projektorientiert und fächerverbindend organisiert ist – ein wichtiger Baustein aus der Reformpädagogik, schon immer eine der tragenden Säulen des Erasmus-Konzepts. Dabei kommen die Lehrer-Teams aus unterschiedlichen Fachrichtungen und gestalten die Lehrgänge gemeinsam, etwa bei beim Thema „Endangered Species“ durch die Kooperation von Biologie, Ethik und Englisch. Beim Thema „Democracy“ durch die Verbindung von Ethik, Erdkunde und Kunst oder beim Thema „Flüchtlinge“ durch die Symbiose von Deutsch, Ethik und Geschichte. „Dieses fächervernetzte Lernen findet in Unterrichtsblöcken von je drei Unterrichtsstunden zwei Mal pro Woche nachmittags statt und richtet sich nach neusten pädagogischen Erkenntnissen“, erklärte Yvonne Israel. Darüber hinaus liegen die Schwerpunkte auf einem ganzheitlichen pädagogischen Ansatz, bei dem neben sprachlicher, naturwissenschaftlicher und musischer Inhalte auch der Erwerb von Fach-, Kommunikations-, Sozial-, Methoden- und Medienkompetenzen im Fokus stehen.

Das Schulgeld für das neue ganztägige G9-Gymnasium beträgt monatlich 680 Euro. Diese Gebühr beinhaltet bereits die Kosten für das Ferienprogramm. Hinzu kommen 110 Euro für die Verpflegung der Schüler sowie optional 100 Euro für die Spätbetreuung bis 18 Uhr. Kernbetreuungszeiten sind von 7.30 bis 17 Uhr. Weitere einmalige Kosten, die auf die interessierten Familien zukommen, sind 75 Euro Anmeldegebühr sowie eine Aufnahmegebühr in Höhe von 350 Euro.

Am 13. Februar findet von 10 bis 14 Uhr am Standort des neuen Erasmus Gymnasiums (Voltastr. 1a, 60486 Frankfurt) der „Tag der offenen Tür“ statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.

Pressemitteilung vom 14. Januar 2016 als PDF zum Download